Das Schicksal des Odysseus nach seiner Rückkehr nach Ithaka: Ein vergessenes Kapitel der griechischen Mythologie
Odysseus, der legendäre Held der Odyssee , ist vor allem für seine listige Intelligenz und die zehnjährige Reise bekannt, die ihn nach dem Trojanischen Krieg zurück nach Ithaka führte. Seine Geschichte endete jedoch nicht mit der Niederlage von Penelopes Verehrern. Die antike griechische Mythologie bietet vielfältige Schilderungen seines Schicksals – manche friedlich, andere tragisch.
Die letzte Prüfung: Odysseus‘ letzte Reise
Der Odyssee zufolge warnte der Prophet Tiresias Odysseus, dass seine Kämpfe noch nicht vorbei seien. Um Poseidon zu besänftigen, der nach der Blendung des Polyphem immer noch zornig war, wurde Odysseus angewiesen, mit einem Ruder landeinwärts zu reisen, bis er einen Ort erreichte, an dem niemand das Meer wiedererkannte. Dort sollte er dem Gott ein Opfer darbringen, bevor er heimkehrte, um seinen Lebensabend friedlich in Ithaka zu verbringen.
Ein tragisches Ende: Die Geschichte von Telegonus
In einer alternativen Version eines verlorenen Epos namens Telegonie fand Odysseus ein tragisches Ende. Er und Penelope nahmen ihr Leben in Ithaka wieder auf und regierten dort an der Seite ihres Sohnes Telemachos. Während seiner Irrfahrten zeugte Odysseus jedoch unwissentlich mit der Zauberin Kirke einen weiteren Sohn, Telegonos.
Auf der Suche nach seinem Vater griff Telegonos irrtümlicherweise Ithaka an. In der darauffolgenden Schlacht verwundete er Odysseus tödlich mit einem vergifteten Speer. Als Telegonos seinen tragischen Fehler erkannte, brachte er Penelope und Telemachos auf die Insel Circes, wo Telemachos einigen Mythen zufolge Circe und Telegonos Penelope heiratete – ein ebenso seltsames wie faszinierendes Ende.
Alternative Versionen: Eine friedliche Herrschaft oder endloses Umherwandern?
Andere Versionen der griechischen Mythologie besagen, dass Odysseus Ithaka bis zu seinem Tod an Altersschwäche friedlich regierte. Einige Überlieferungen behaupten, er sei aufgrund politischer Unruhen gezwungen gewesen, die Stadt zu verlassen, eine weitere Reise anzutreten und nie zurückzukehren.
Das bleibende Erbe des Odysseus
Odysseus' Schicksal, ob tragisch oder triumphal, bleibt eines der meistdiskutierten Themen der griechischen Mythologie. Seine Geschichte verkörpert Schicksal, Beharrlichkeit und die Unausweichlichkeit des Schicksals – selbst für einen so listigen Helden wie ihn.
Was meinen Sie? Hätte Odysseus eine friedliche Herrschaft in Ithaka erhalten sollen oder war sein tragisches Schicksal unausweichlich?